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Die Indio-Hilfe Peru: Bewährte Unterstützung mit neuer Struktur

Indio-Hilfe-PeruSeit über 35 Jahren gibt es die Indio-Hilfe Peru. Nach einer Reise des Posaunenchors Würzburg im Jahr 1984 fand sich ein Kreis engagierter Mitglieder der Kirchengemeinde Sennfeld zusammen, der Spenden sammelte und in Peru, später auch in weiteren Ländern Lateinamerikas, medizinische und soziale Hilfe leistete. Die Spenden wurden, wie dies auch in vielen anderen Kirchengemeinden und Einrichtungen unserer Landeskirche üblich war, über das Pfarramt verbucht, das auch die Spendenquittungen ausstellte. Im Jahr 2019 informierte das Landeskirchenamt in einem Rundschreiben darüber, dass eine neue Verwaltungsvorschrift der staatlichen Finanzverwaltung in Kraft trete, die in Zukunft alle Spenden betreffe, die im Ausland eingesetzt werden sollen. Für solche Spenden ist das Ausstellen von Spendenbescheinigungen nur noch dann zulässig, wenn dann aus dem Ausland auch anerkannte Verwendungsnachweise vorgelegt würden. Diese neue Vorgabe der Finanzverwaltung betrifft alle Auslandsspenden im ganzen Dekanat, also z.B. auch solche im Rahmen der Brasilienpartnerschaft. Auch im Dekanat hat diese Vorgabe zuerst eine gewisse Unsicherheit ausgelöst, wie es inhaltlich gut und rechtlich sicher weitergehen kann. Nach einiger Arbeit sind die damit zusammenhängenden Fragen aber gut geklärt. Die neue Regelungslage ist dem Pfarramt Sennfeld in einem Schreiben des Kirchengemeindeamts Schweinfurt im Juli 2019 mitgeteilt worden. Ausdrücklich sei festgehalten: Es gab und gibt keinerlei Hinweise darauf, es seien in der Vergangenheit Gelder nicht sachgemäß verbucht oder verwendet worden. Die gewissenhafte Buchführung im Pfarramt sowie die fachkundige Beratung
durch Dr. med. Rainer Rosenbaum, ehem. Berater im peruanischen Gesundheitsministerium und Ltd. Direktor des UNBevölkerungsfonds, lassen keinen Zweifel zu, dass mit den Geldern seriös umgegangen wurde. Es ging und geht ausschließlich um die Anpassung von Strukturen an neue staatliche Vorgaben. Hierfür wurde die Gründung eines eingetragenen Vereins angeregt. Dennoch hat dieses Schreiben in der Kirchengemeinde eine gewisse Unruhe ausgelöst, die Kommunikation über dieses Thema ist zuerst nicht ganz geglückt.
Umso mehr freue ich mich, dass die Vorarbeiten für den Verein «Indio-Hilfe-Peru-Sennfeld e.V.» gut vorangehen: Die Satzung wurde von Notar Dr. Ott geprüft und das Finanzamt hat die Gemeinnützigkeit bereits in Aussicht gestellt. Sobald die Corona-Einschränkungen, die natürlich auch
für Gründungsversammlungen gelten, es zulassen, wird sich der neue Verein gründen. Ich hoffe und wünsche, dass die Zusammenarbeit zwischen Indio-Hilfe, Kirchengemeinde, Posaunenchor- und Sonnenstrahlchor auf dieser neuen Basis auch in Zukunft gut weitergeht – zum Segen der
Menschen in Sennfeld und in Peru.
Dekan Oliver Bruckmann